Schulen

In meinen Kursen geht es mir vordergründig um die Verankerung im eigenen Körper und die daraus resultierende Fähigkeit, sich selbst und das Außen wacher wahrzunehmen. LehrerInnen sind oft großem Stress ausgesetzt und werden sehr herausgefordert, auf ihre Grenzen zu achten, gehört zu werden, die Dynamik der Klasse zu verstehen und vieles mehr. Im Workshop erforschen wir zusammen, wie wir den Alltag erleben können, wenn wir verankert in unserem Körper sind und schwierige oder auch schöne Situationen im Schulalltag (und darüber hinaus) in uns beinhalten können. Wir legen das Augenmerk darauf, wie wir diesen Situationen begegnen können und mit uns selbst und den KollegInnen oder SchülerInnen mehr in unserem Körper ruhend in Beziehung treten können. Die Idee ist, dass Workshops für Lehrer/innen auch dazu dienen, das Erlernte im Klassenraum anzuwenden. Gemeinsam wird erforscht wie wir das Thema ‚Körper‘ zusammen angehen und wie die verschiedenen Elemente einer Schule vernetzt sind.

Mir ist es vor allem wichtig, das implizite Wissen der LehrerInnen anzusprechen und mit ihnen am ‚Finetuning‘ zu arbeiten, sich und das Außen bewusst und wach wahrzunehmen. Mir geht es hierbei um die Themen Individuum und Kollektiv und das damit verbundene Körperbild und -gefühl (ein in sich zusammenhängender Organismus). Außerdem arbeite ich zum Thema ‚Lernen‘. Was heißt eigentlich ‚lernen‘ und wie erfahren wir Dinge wirklich? Wie nehmen wir unseren Lehrkörper wahr? Wie vermitteln wir Inhalt? Hierbei ist es interessant zu experimentieren, wie wir lernen, wenn wir unseren Körper und unser Körpergefühl wieder mehr in den Alltag integrieren. Es wird Übungen geben, die als Selbsterfahrung und auch als Tools für spätere Anwendung im Klassenraum dienen. Durch einfache bis hin zu komplexeren Techniken und Methoden erforschen wir zusammen wie bewusst wir unseren Körper wahrnehmen und wie wir dadurch die Welt, uns selbst und die Anderen komplexer erfassen können.